Weltreise Step #97: Auf nach Taipei

Nach Taipei 2023 Titel

:: 08.07.2023 – Von Cebu City nach Taipei/Taipeh ::

Auf nach Taiwan und damit in das nächste ganz neues Land für mich. Die Tage davor sind immer von Vorfreude geprägt, aber auch von kleineren Unsicherheiten, ob man wohl an alles gedacht hat. Plan für den Weg zum Flughafen? Check! Alle Unterlagen für das Einchecken griffbereit? Check! Visum bereit? Corona-Gedöns, falls sie fragen? Check! Check!

Ein letzter philippinischer Kaffee

Mein Flug geht recht spät am Nachmittag, also gehe ich mit meinem gesamten Gepäck vorher noch ein letztes Mal in die Coffee Factory, um ein paar Stunden entspannt bei einem leckeren Käffchen und am Laptop zu verbringen.

Nachdem mich bekanntlich neulich das Café mit den besten Croissants in Cebu City im Stich gelassen hatte, und vor Ort die leckeren Muffins leider aus waren, hielt ich es für eine gute Idee, hier mal ein Croissant zu probieren.

Ja, war leider ein Reinfall, aber hey, so ist das eben. Dafür war der philippinische Kaffee wie immer lecker. So!

Auf zum Flughafen

Irgendwann habe ich mir dann ein Grab zum Flughafen bestellt und konnte während der Fahrt entspannt durch die Fenster des Taxis das Treiben auf der Straße beobachten. Cebu City ist nicht wirklich eine schöne Stadt und hat generell recht wenig zu bieten, aber allein die Menschen und das Treiben auf der Straße sind einen Besuch wert. Alles wirkt sehr authentisch.

Am Flughafen angekommen, kann ich direkt einchecken und alles läuft reibungslos. AirAsia ist wirklich sehr unkompliziert. Wenn ich in Asien die Wahl habe und aufs Geld achten muss oder will, fliege ich mit AirAsia. Ich hatte noch nie Probleme und alle sind immer sehr freundlich.

Nach dem Einchecken geht es direkt zur Sicherheitskontrolle. Diesmal wird mein Rucksack rausgeholt und ich muss kurz zeigen, was drin ist. Die Kamera interessiert sie, aber nach der Sichtkontrolle ist alles in Ordnung und ich kann passieren.

Diese Sicherheitskontrollen in Asien waren bisher eigentlich alle recht einfach. Das einzig Nervige war einmal (ich weiß nicht mehr wo), dass ich meine Schuhe ausziehen musste. Auch solche Unsitten wie in Europa, dass man ständig seinen Laptop rausholen und extra durch den Scanner schicken muss, gibt es hier nicht. Das ist sehr komfortabel.

Natürlich ist es von Vorteil, dass ich keine Kleidung mit irgendwelchen Metallteilen an mir trage. Es ist immer lustig, wenn andere erst den Gürtel (Metallschnalle) aus der Hose ziehen müssen, um dann am Scanner trotzdem zu piepsen, weil sie irgendwo anderes noch Metall an der Kleidung haben.

Da das Einchecken und die Sicherheitskontrolle sehr schnell gehen, habe ich noch Zeit für einen weiteren Kaffee.

Und dann chille ich mit einem Podcast im Ohr bis zum Boarding.

Ein angenehmer Flug

Der Flug selbst verläuft entspannt und bietet schöne Ausblicke, da wir direkt in den Sonnenuntergang fliegen.

Sehr schön, auch wenn ich anfangs ständig von der Sonne geblendet werde. 😀

In Taipei angekommen, geht es direkt zur Immigration. Okay, vorher muss ich noch so ein Einreiseformular ausfüllen. Wer bin ich, wo will ich hin, warum will ich dorthin und so weiter, das Übliche halt.

Gut, jetzt also zur Immigration. Nur 5 Minuten und 1 Stempel später bin ich auch schon fertig. Super!

An dieser Stelle erinnere ich mich kurz daran, dass ich bisher nur in Bali Stress bei der Einreise hatte. Lustigerweise war das bei meiner 2. Einreise nach Bali, als ich aus Australien zurückkam, auch kein Thema mit dem Rückflugticket. Naja, ich bleibe dabei, es gibt zwar Regeln, aber jeder Beamte ist selbst dafür verantwortlich, ob er bei der Umsetzung Augenmaß walten lässt oder einfach nur ein A**** sein möchte.

Okay. Ranking Time! 😀

Top 5 der schlechtesten Ausreise-Einreise-Erfahrungen nach bisher 43 Ländern:

  • USA – Extrem unfreundlich, fast schon aggressiv
  • Polen – Extrem herablassend (Ausreise in die Ukraine)
  • Bali – Reservierung für Rückflugticket nicht anerkannt
  • Kambodscha – 20 USD Abzocke für „VIP“ Einreise
  • Laos – 10 USD Abzocke Overtime Fee nach 16:00 Uhr

Lustig, oder? Heute kann ich darüber lachen, aber damals war einiges davon ziemlich nervenaufreibend.

Ich bin in Taiwan

Aber zurück ins Jetzt und Heute, ich bin in Taiwan! 🙂

Direkt am Flughafen kaufe ich mir eine SIM-Karte. Im Internet lese ich immer, man solle nicht am Flughafen kaufen, aber das ist meiner Erfahrung nach nicht allgemeingültig. Klar, mit Vertrag bekomme ich wahrscheinlich in jedem Land eine günstigere Möglichkeit als die Touristenangebote.

Aber wer macht sich schon die Mühe mit einem Vertrag und in vielen Ländern ist das ja auch gar nicht möglich.

So ist es in Indonesien am Flughafen auf jeden Fall teurer, aber in Indonesien muss man sowieso immer aufpassen, dass man als Tourist nicht mehr zahlt.

Nein, ich habe nichts gegen Indonesien, falls der Eindruck entstehen sollte. Ich mag das Land sehr und hatte eine schöne Zeit dort. Aber Tatsache ist, dass sie es verstehen, das meiste Geld aus den Touristen herauszuholen. 

Im Gegensatz dazu war es z.B. in Singapur so, dass man nur am Flughafen und in speziellen Läden eine SIM bekommen hat, die dann als Bonus sogar noch Roaming für z.B. Australien mit drin hatte. Die 3GB haben mir damals in Australien sehr geholfen. Die gleiche SIM in der Stadt kostet das gleiche, nur ohne das zusätzliche Roaming.

Also immer schauen und gerne auch am Flughafen kaufen, wenn das Angebot passt. Und für 2-3 Euro Ersparnis lohnt es sich oft nicht, erst in der Stadt nach einer SIM suchen zu müssen. Kostet ja auch Zeit und Energie.

Also kaufe ich die SIM-Karte (Taiwan Mobile, echtes Unlimited Internet für 30 Tage, ~30 EUR) und eine EasyCard (~3 EUR ohne Guthaben). Diese Karte erleichtert die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Taipei und kann auch in anderen Städten und teilweise sogar in Geschäften zum Bezahlen verwendet werden.

Natürlich muss ich die EasyCard dann aufladen, aber das ist schnell erledigt. Ein bisschen ärgerlich ist nur, dass ich vor Ort ausschließlich mit Bargeld aufladen kann. Ich muss also erst zum ATM laufen und Bargeld ziehen. Argh!

Was mich aber direkt erfreut ist, dass ich beim Abheben keine ATM Gebühren zahlen muss. Gott, ich hasse Geldautomatengebühren! Taiwan hat mich also schon für sich gewonnen. Ha ha!

Dann geht es zunächst mit dem MRT zum Hauptbahnhof und von da aus mit der Red Line in den Stadtteil Beitou. Dort im On My Way Hostel (~17 EUR/Nacht im 6er Dorm) angekommen, checke ich ein, was trotz offensichtlicher Sprachbarriere der Mitarbeiterin vor Ort erfreulich schnell geht.

Instant Ramen vom 7-Eleven

Es ist schon spät am Abend, aber natürlich gehe ich noch einmal los, um mir etwas zu essen zu besorgen. Wie so oft am ersten Tag in einer neuen Stadt wird es eine Runde Instant Ramen aus dem 7-Eleven. Die mag ich wirklich ab und zu und sie sind meistens auch leckerer und mit mehr Inhalt (nicht nur mengenmäßig, eher qualitativ) als die, die man in Deutschland im Supermarkt bekommt.

Ich bin echt gespannt auf Japan, da soll es sogar welche geben (begrenztes Angebot, man muss also Glück haben), die von Michelin-Sterne-Köchen kommen. Ja, im 7-Eleven in Japan!

Egal, satt und zufrieden falle ich irgendwann ins Bett und freue mich darauf, in den nächsten Tagen Taipei unsicher zu machen.

CU Ingo.

PS: Ich schreibe „Taipei“ und nicht „Taipeh“, wie es im Deutschen eigentlich richtig wäre. Ich benutze im Alltag die englische Schreibweise und würde sonst nur durcheinander kommen.


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