Weltreise Step 224: Auf nach Fès, Marokko

Auf nach Fes 2025 Titel

:: 18.03.2025 – Von Meknès nach Fès ::

Heute geht es für mich von Meknès aus weiter nach Fès, das nach Marrakesch wohl die bekannteste Stadt Marokkos unter Touristen ist. Wahrscheinlich nehme ich heute auch zum letzten Mal den Zug, denn von Fès aus geht es dann in Gegenden, in denen es keine Bahnverbindung mehr gibt. Wir werden noch sehen, ob das ein Problem ist oder eher nicht.

Ich genieße dann ein letztes Frühstück auf der Dachterrasse meines Riads Selma, mit einem schönen Blick über die Dächer von Meknès Medina.

Danach packe ich meine Sachen und laufe zum Bahnhof.

Das Ticket für den Zug habe ich wie immer vorab online gebucht. Als der Zug fast pünktlich einfährt, kann ich mir in aller Ruhe meinen reservierten Sitzplatz suchen und dann den Rest der kurzen Fahrt bis nach Fès mit einem Podcast auf den Ohren entspannen.

In Fès angekommen, bewundere ich erst einmal das schöne Bahnhofsgebäude. Es scheint mir neu, auch wenn es nicht wirklich modern gestaltet ist. Auf jeden Fall ist es ganz nett anzuschauen.

Draußen erwarten einen sofort wieder die Taxifahrer. Der Unterschied ist, dass mir auf meine Ablehnung hin wie üblich trotzdem ein Preis an den Kopf geworfen wird, nur dieses Mal ein fairer. 20 MAD (~1,90 EUR) für die Fahrt zum Eingang der Medina.

Eigentlich wollte ich wie immer laufen, aber da die Medina in Fès doch ein gutes Stück vom Bahnhof entfernt ist, klingen 20 MAD plötzlich attraktiv und ich willige ein.

Nur habe ich dabei leider vergessen zu fragen, ob er direkt losfährt oder es sich um ein Sammeltaxi handelt. Bei dem Preis ist es natürlich ein Sammeltaxi. Da ich der erste Fahrgast bin, heißt das für mich, dass ich ca. 20 Minuten warten muss, bis es überhaupt losgeht. Argh!

Andere Länder, andere Sitten! 🙂

Aber egal, irgendwann geht es los und wir kommen ziemlich rasch am sogenannten Blauen Tor, dem Bab Bou Jeloud, einem der bekanntesten Eingänge zur alten Medina in Fès, an. Als ich mir das Tor genauer anschaue, stelle ich fest, dass die Innenseite grün ist. Mhhh … seltsam, aber gut. Immerhin ist es von außen blau.

Aber stell dir mal vor du suchst das Blaue Tor und das ist auf einmal grün. 😀

Dann suche ich mir den Weg zu meinem Hostel, das mitten in der Medina liegt. Zwischendurch werde ich sehr oft angesprochen. Allgemein fällt auf, dass diese Medina viel mehr an die in Marrakesch erinnert als z. B. die in Rabat oder Meknès. Touristisch halt, wobei es sich noch in Grenzen hält.

Immerhin reicht es, wenn ich „Danke” und „Nein” sage. Allgemein muss ich Marokko und den Menschen hier zugutehalten, dass außer vielleicht den Taxifahrern bisher alle nach einem „Nein” auch von mir abgelassen haben. So muss das sein, sehr gut!

Nach etwas Suche und mit Hilfe eines Einheimischen finde ich die kleine Seitengasse, die zu meinem Hostel führt. Das Hostel Médina Social Club (157 MAD, ca. 14,95 EUR pro Nacht im 4er-Dorm inklusive Frühstück) ist ein echtes Schmuckstück und absolut empfehlenswert. Es gibt schöne Zimmer und viele kleine Gemeinschaftsräume, ein tolles Frühstück und sehr gutes Essen (Empfehlung: Auberginenlasagne!) auf der Dachterrasse.

Hier ist es einfach saugemütlich!

Ich chille erst einmal eine ganze Weile im Hostel, denn heute ist es draußen ziemlich warm. Am späten Nachmittag mache ich mich dann aber natürlich noch einmal auf, um mir einen Kaffee und etwas zu essen zu besorgen.

Beim Kaffee habe ich Glück und finde eher durch Zufall in einer kleinen Seitenstraße ein Café mit wirklich köstlichem Kaffee. Es ist der erste Kaffee in Marokko, der genau meinen Geschmack trifft. Er ist am Anfang zwar einen Tick zu stark, wie eigentlich immer hier, aber nach extra Schluck Wasser passt er perfekt.

Der Mann hinter dem Tresen schaut zwar seltsam, als ich etwas aus meiner Wasserflasche in den Kaffee schütte, aber als ich den Kaffee lobe, ist alles gut. Puh!

Nein, im Ernst, ich komme in den nächsten Tagen noch öfter hierher. Wenn er mich dann kennt, gibt er mir immer schon von sich aus einen extra Schuss Wasser dazu. Sehr cool!

Fès macht auf den ersten Eindruck also schon mal eine Menge richtig und ich bin sicher, hier werde ich ein paar gute Tage haben. Ab morgen erkunde ich dann die Stadt und ihre besonderen Attraktionen, wie z. B. die berühmten Ledergerbereien und -färbereien.

CU Ingo.


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