:: 10.03.2025 & 11.03.2025 – Casablanca, Marokko ::
Nach Casablanca fahren die Leute, weil dort ein alter Film spielt, den alle toll finden. Ich habe keine Ahnung, wovon sie reden. Ich bin hauptsächlich hier, um mir die Hassan-II.-Moschee anzusehen. Dazu aber weiter unten etwas mehr.
Wobei, worüber soll ich denn dann schreiben? Casablanca macht auf mich einen recht modernen Eindruck.
Selbst nach einigen Touren durch die Innenstadt und das Zentrum entdecke ich nichts, was auch nur annähernd an die Altstadt von Marrakesch heranreicht.
Casablanca ist meines Wissens nach der wirtschaftliche Mittelpunkt des Landes und viele denken, es wäre auch die Hauptstadt. Das ist aber Rabat, wo es für mich nach Casablanca hingeht.
Eine weitere Herausforderung ist, dass der Ramadan hier viel restriktiver gelebt wird. Da es weniger Touristen hierher verschlägt, gibt es auch viel weniger Ausweichmöglichkeiten für mich. Es hat kaum etwas geöffnet und sich tagsüber ins Café zu setzen und zu chillen, ist leider nicht möglich.
Am zweiten Tag gehe ich sogar zu Burger King, um mir zwischendurch einen kleinen Snack und etwas zum Trinken zu gönnen. Casablanca während des Ramadan kann ich also nicht unbedingt empfehlen.
Ein Vorteil ist, dass ich die Straßen fast für mich allein habe. Es ist kaum etwas los und man kann in Ruhe spazieren gehen oder sich etwas anschauen. Das tue ich auch und sehe dann doch eine ganze Menge, wobei es aber fast keine richtigen Highlights gibt.










Was sehr gut ist: Casablanca hat eine recht moderne Straßenbahn. Die nutze ich die Tage auch, da mein Hostel etwas außerhalb des Zentrums liegt. So komme ich ganz einfach hin und zurück. Das gefällt mir.
Last but not least ist im Preis vom L’Hostel (ca. 21,50 EUR/Nacht im 14er Dorm)) ein Frühstücksbuffet inbegriffen, das zu den besten (vielleicht nicht optisch, aber geschmacklich) gehört, die ich je hatte. 5-Sterne-Deluxe! Love it!


Die Hassan-II.-Moschee in Casablanca ist wirklich ein Schmuckstück, nicht wahr? Nur um mir diese Moschee anzuschauen, bin ich nach Casablanca gekommen.
Allein die schiere Größe ist beeindruckend. Wie groß die Tore (oder sagt man Türen?) sind! Wow! Das Minarett ist immerhin das zweithöchste der Welt, nachdem es lange Zeit sogar das höchste war.










Aber irgendwann kommt halt immer einer, der noch höher baut. So ist nun mal der Lauf der Dinge.
Die Moschee steht direkt am Meer, was eher außergewöhnlich ist. Dafür ist das Gesamtbild mit dem Atlantik als Hintergrundkulisse besonders interessant und schön anzuschauen.
Positiv ist auch, dass man diese Moschee im Rahmen von geführten Touren betreten und somit von innen bestaunen darf. Das ist im Rest des Landes sonst nicht möglich. In dieser Hinsicht ist Marokko leider strikter als viele andere muslimische Länder.
Ich fand es wirklich beeindruckend, auf dem großen Platz vor der Hassan-II.-Moschee zu stehen und mir alles anzuschauen. Allein dafür hat sich der Trip nach Casablanca schon gelohnt.
Trivia-Wissen: Im Gebetsraum der Hassan-II.-Moschee finden bis zu 25.000 (!) Menschen Platz und es gibt sogar eine Fußbodenheizung. Wow!
CU Ingo.



