Weltreise Step #12: In Dubrovnik

Dubrovnik 2022 Titel

:: 05.07.2022 – Dubrovnik, Kroatien ::

Da bin ich nun also in Dubrovnik. Eine Stadt, wo ich schon immer mal hinwollte. Und zwar nicht erst, seitdem die Stadt durch die HBO Serie „Game of Thrones“ so bekannt geworden ist. Sie tauchte schon früher auf meinem Radar auf, aber aus dem gleichen Grund, warum es auch die Leute von HBO hierhin zog.

Ja natürlich, wegen der extrem gut erhaltenen mittelalterlichen Wehranlage/Stadtmauer, die um die gesamte Altstadt herumführt. Dazu kommen die schmalen Gassen und alten Häuser plus andere alte Gebäude mit speziellen Funktionen, wie Kirchen, Klöster, Brunnen, Apotheken, Theater oder der Palast.

Das alles ist extrem gut erhalten und die Promenade namens Stradun erstrahlt in der Sonne, wie wohl damals im 12. Jahrhundert bereits. Wobei das jetzige Aussehen erst nach einem verheerenden Erdbeben (1667) entstand, als die Stadt aber schnell wieder aufgebaut wurde.

Was ich damit sagen will, Dubrovnik ist wundervoll anzuschauen. Alles sieht wie geleckt aus. Aber…

…es ist auch verdammt touristisch und teuer hier.

Nicht ganz so touristisch ist zum Glück die Ecke, wo sich mein Hostel (Free Bird Hostel) befindet. Das macht sich sofort positiv bemerkbar, als ich in einem Bistro auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Hostel die Preise checke. Ein Omelett mit Gemüse und ein Kaffee dazu für knapp 7 EUR klingt für hiesige Verhältnisse fair.

Ich bestelle mein Frühstück und während ich warte, rechen ich mal nach. Bei einem täglichen Budget von 50 EUR abzgl. des Hostels (38 EUR/Nacht, ja ist im Juli/August teuer hier und das günstigste im 6er Schlafsaal, was ich finden konnte mit guter Bewertung) plus die City Tax (1 EUR) plus das Frühstück (besagte 7 EUR) bleiben mir heute noch 4 EUR für den Rest des Tages.

Ich rechtfertige jetzt schon gedanklich jegliche Überziehung damit, dass es am Ende der Durchschnitt ist der zählt, immerhin gibt es teure und billige Länder.

Immerhin schmeckt das Frühstück sehr gut und ich bin stolz, dass ich es bereits zu 7:00 Uhr aus dem Bett geschafft habe. Der Plan ist natürlich, vor den Touristenmassen an einigen bekannten Orten zu sein, um diese dann ein wenig in Ruhe geniessen zu können.

Ich entscheide mich zuerst auf einen etwas höher gelegenen Aussichtspunkt zu gehen, denn am frühen Morgen hat man hier die Sonne noch im Rücken und das gibt um einiges schönere Bilder, als wenn man das zum Mittag oder am Abend macht. Mittagslicht macht die Bilder immer irgendwie leblos und gegen die Sonne zu fotografieren, war noch nie eine gute Idee.

Wow! Was für eine Aussicht auf die komplette Altstadt. Und die Mauer geht wirklich komplett um die Stadt. Ist schon irgendwie ein Schmuckstück dieses Dubrovnik.

Dubrovnik 2022 Titel

Ich geniesse eine ganze Weile den Ausblick. Toll!

Aber nun schauen wir uns mal die Stadt an. Runter den Berg, durch eines der Stadttore, dann durch die schmalen Gassen. Ich glaube egal wie man läuft, man landet irgendwann immer am Stradun, der schon erwähnten Promenade.

Dubrovnik Stradun 2022

Ich schau mich um und geniesse einfach die Atmosphäre. Noch ist nicht viel los hier, aber die ein oder andere Tourigruppe wird schon durch die Stadt geführt.

Ich gehe weiter, immer so im Zick-Zack die Gassen entlang. So sollte ich den Großteil aller Gassen zumindest einmal entlanggelaufen sein. Die Altstadt ist nicht groß. Nach 1 Stunde habe ich schon das Gefühl, alles gesehen zu haben.

Okay, kein Problem. Dann kann man sich ja jetzt den Details widmen. Wo war nochmal diese Kirche mit der Treppe, wo sie den „Walk Of Shame“ bei GoT gedreht haben? Ah ja, da ist sie ja.

Als Sparfuchs warte ich einfach, bis die nächste Tourigruppe vorbeikommt und lausche dann den Erzählungen des Guides, zum Beispiel über die GoT-Dreharbeiten an dieser bestimmten Stelle und anderes interessantes Zeug.

Das Spiel wiederhole ich an verschiedenen Punkten, wo es mir interessant erscheint. Funktioniert bestens!

Beim Herumschlendern entdecke ich einen Smoothieladen und gönne mir eine kleine Stärkung.

An einer anderen Stelle kann man an der Meerseite durch die Mauer in eines auf die Klippen gebautes Restaurant bzw. Bar. Den Gedanken, sich hier eine Cola oder ein anderes Getränk zu gönnen, um etwas im Schatten zu chillen und das Meer zu geniessen, verwerfe ich schnell bei den Preisen.

Aber ich sehe, dass man hier sogar von den Klippen ins Meer springen kann. Hätte ich meine Badehose mit dabei, dann wäre das sicher etwas für mich. So muss ich leider passen. Schade!

Ich nehme noch einmal eine kleine Seitengasse, weil dort ein besonders gemütlicher sehr kleiner Laden mit Kaffee, Tee und Gewürzen war. Und als Angebot des Tages gibt es einen Espresso + Karotten-Muffin für 3 Euro. Na da sind wir doch dabei, oder?

Ich unterhalte mich etwas mit der Frau im Laden darüber, wie verrückt, teuer, aber auch schön Dubrovnik ist. Wir stimmen überein, dass fürs Geschäft es besser wäre, wenn der Laden am Stradun liegen würde, aber für ihre Nerven und die Gesundheit der jetzige Standort besser geeignet ist.

So. Es ist gerade einmal Mittag und ich habe alles gesehen, was ich sehen wollte. Schon interessant, was man so vorm Mittag schafft, wenn man früh aufsteht. Ja ja.

Ich wische den Gedanken weg und suche mir ein schattiges Plätzchen an einem gut besuchten Platz. Dann beobachte ich eine sehr lange Zeit einfach die Leute, wie sie entweder ihrer Arbeit nachgehen oder wie Touris durch die Stadt ziehen.

Das kann ich echt stundenlang machen und mir wird dabei nie langweilig.

Ich mach auch eine Timelapse von dem Treiben und komme dabei mit 2 Amerikanerinnen ins Gespräch, die schon seit einiger Zeit Faxen auf dem Platz machen und sich mit ihren Handys gefilmt haben. Sie fragen mich über meine kleine Kamera (die Insta360 Go2*) aus und finden alles awesome was ich ihnen zeige.

Ich finde ihre typisch amerikanische (oberflächliche) Begeisterung wiederum awesome und wir haben einige Zeit Spaß beim Fachsimpeln über GoPro und Co.

Hab ich jetzt wirklich 2 Stunden hier an dem Platz gechillt und Leute beobachtet? Mhhh. Scheint so.

Ich entschließe mich zu einer letzten Runde durch die Stadt, mache noch ein paar Videos und viele Bilder.

Beim Verlassen der Altstadt durch eines der Stadttore, komme ich wieder an einen der Punkte vorbei, wo man auf die Stadtmauer gelangen kann. 250 Kuna kostet das, also ca. 33 EUR. Ich schüttele nur mit dem Kopf und frage mich, wie man so viel Geld dafür ausgeben kann. Ich werde diese „ich bin im Urlaub und es ist mir egal was das kostet“ Mentalität wohl nie verstehen.

Auf dem Rückweg zum Hostel entdecke ich ein Bistro mit günstigen Preisen. Sie haben auch ein vegetarisches Sandwich im Angebot. Sehr gut, ich war gedanklich zwar schon auf Supermarkt eingestellt, aber so ein Sandwich ist besser. Ich gönne mir eins und geniesse es. Simpel und lecker. Eine sehr gute Kombination.

Zurück im Hostel geniesse ich eine kühle Dusche. Die Hitze (35 Grad) in der Stadt hat schon ordentlich geschlaucht.

Ich snacke noch ein paar Kürbiskerne, schaue ein wenig YouTube und gehe dann zeitig schlafen. Morgen geht es weiter nach Kotor in Montenegro.

CU Ingo.


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