Rückblick: Unser Spanien Roadtrip 2013

Spanien Roadtrip 2013 - Titel

Unser Spanien Roadtrip 2013. Vor ziemlich genau 7 Jahren machten wir uns auf nach Spanien, um mit dem Mietwagen von Barcelona nach Lissabon, immer schön die Küste entlang, einen Roadtrip der besonderen Art zu erfahren. Noch heute denken wir sehr gern an diese Zeit zurück.

Da aktuell aufgrund des weltweiten Corona-Lockdowns keine Reisen erlaubt sind, nutze ich gern die Zeit, um diese Erfahrung hier in einer Art Tagebuch-Rückblick wieder aufleben zu lassen und so die Erinnerungen für später zu konservieren.

Dies wird kein typischer Reisebericht, wie wir ihn sonst hier auf dem Blog veröffentlichen, sondern eher eine Zusammenfassung des Geschriebenen auf Instagram und natürlich angereichert mit möglichst tollen Fotos, um das Fernweh zu wecken. 🙂

Viel Spaß und jetzt geht es los!

Tag 1 – Von Warschau nach Barcelona

Reisen ist ja aktuell leider nicht möglich. Deswegen nehmen wir euch ab jetzt mit bei einem Rückblick auf unseren Spanien-Roadtrip aus 2013, der genau heute vor 7 Jahren von Warschau aus startete. Damals noch mit Koffer und ohne Backpacks. 😉

Die erste Station war Barcelona, wo wir am Nachmittag landeten und nach dem Einquartieren in eine kleine, aber feine private Airbnb-Unterkunft, noch ein wenig die Innenstadt erkundeten und den bekannten Stadtstrand Barceloneta zum Abend genossen.

Wir hatten noch den gesamten morgigen Tag, um die Stadt in Ruhe zu erforschen. Unseren Mietwagen für die nächsten 3 Wochen, holen wir übermorgen erst ab und starten dann in eine Tour, die uns (fast) immer die Küste entlang bis nach Lissabon führen wird.

Seid gespannt. Wir versuchen ein paar schöne Fotos rauszusuchen, um das Fernweh etwas zu mildern und evtl. Lust auf die nächste Reise zu machen.

Tag 2 – Ein Tag in Barcelona

Wir hatten nun einen ganzen Tag, um Barcelona zu erkunden. Und wer die Stadt kennt weiß, dass das nicht wirklich viel Zeit ist.

Deswegen konzentrierten wir uns natürlich auf die Highlights, konnten dazwischen aber auch hin und wieder das ein oder andere kleine (vor allem architektonische) Juwel entdecken. Es macht schon Spaß, allein nur durch die engen Gassen der Innenstadt zu schlendern. Es gibt an jeder Ecke etwas zu entdecken.

Irgendwann kamen wir natürlich auf die La Rambla, Barcelonas Flaniermeile und ein touristischer Hotspot. Kann man mögen, muss man aber nicht. Also Augen zu und durch, denn wir wollten zur La Boqueria, denn wir lieben diese Markthallen und die spezielle Atmosphäre dort. Einfach toll, sich hier treiben zu lassen und ein paar der lokalen Speisen und Snacks zu probieren.

Danach ging es zum Playa de Catalunya bevor uns der Trubel zu viel wurde und wir uns aus dem Zentrum raus in Richtung Park Güell aufmachten, um etwas zu entspannen. Das daraus nichts wurde, dazu später in einem anderen Post noch mehr.

Auf dem Weg zum Park Güell bestaunten wir dann zum Einstimmen bereits ein paar der Gaudi-Häuser. Ob nun Gaudi oder Hundertwasser, es ist immer wieder interessant, welche Formen und verspielten Details da so zur Anwendung kommen.

Der Park selbst ist auch sehr interessant und auf vielen der Wege durchaus ruhig und erholsam. Jedoch ist der Hauptplatz mit Blick auf die Stadt natürlich wieder von Unmengen an Touristen belagert. Wir haben uns trotzdem tapfer durchgekämpft und konnten es sehr genießen.

In 2013 war der Eintritt noch frei, mittlerweile bezahlt man dafür. Wir würden trotzdem eine Empfehlung abgeben. Der Besuch hier oben lohnt sich in unseren Augen auf jeden Fall.

Tag 3 – Von Barcelona nach Valencia

An Tag 3 machten wir uns langsam nach dem Frühstück auf den Weg zum Flughafen, um unseren Mietwagen (ein kleiner Fiat Panda) in Empfang zu nehmen. Mietwagen sind übrigens in Spanien verdammt günstig, wenn man auf Luxus verzichten kann.

Die Abholung war kein Problem und dann ging es auch schon direkt auf Richtung Valencia, denn immerhin hatten wir heute ca. 375 km vor uns, um dorthin zu gelangen und hetzen wollten wir ja nicht. Im Nachgang war diese Etappe etwas zu sportlich geplant, aber man lernt halt nie aus.

Egal, es war toll wieder auf der Straße unterwegs zu sein und diese unendliche Freiheit zu genießen. Habt ihr auch schon mal einen Roadtrip gemacht und kennt ihr dieses Gefühl?

Wir vermieden so gut es ging die Autobahn und hielten uns immer an die Straße, die der Küste am nächsten lag. Zusätzlich stoppten wir an dem ein oder anderen Örtchen, um den Ausblick zu genießen und interessante Fotos zu machen.

In einem kleinen Dörfchen konnte Kasia dann auch ganz stolz erfolgreich ihre erste Bestellung in Spanisch absolvieren. Toll!

Dos cafés, por favor. Hablo español muy poco. 🙂

Wir machten dann eine Zwischenstation in dem Örtchen Peniscola, welches selbst ziemlich nett war, aber auf dem Weg dahin sah man, warum die Gegend als die touristische Hochburg Spaniens angesehen wird. An der Straße und in Meeresnähe reihte sich ein Hotelkomplex an den anderen. Keine Ahnung, was hier in der Saison abgeht.

In Peniscola aßen wir etwas Leckeres, genossen ein wenig die Meeresbrise und fuhren dann direkt weiter nach Valencia. Dort hatten wir leider ein paar Probleme, in die Unterkunft zu kommen, da unser Airbnb-Host es nicht so genau mit der Zeit nahm. Deswegen konnten wir die Stadt nur noch zum Sonnenuntergang und im Dunkeln bewundert.

Es war trotzdem schön!

Tag 4 – Von Valencia nach Cartagena

An Tag 4 sind wir auf dem Weg von Valencia nach Cartagena. Bevor wir dort jedoch ankommen und etwas in die Geschichte der Stadt eintauchen, hier ein paar sehr unterschiedliche Impression von der Fahrt dorthin und zum Schluss ein kleiner Einblick in die schnucklige Airbnb-Unterkunft von Maria, die uns in Cartagena erwartete.

Es war so gemütlich und Maria war so nett. Wir bekamen sogar frische Churros zum Frühstück? Kennt ihr Churros?

Catagena steht zumeist nicht in den Top-Besucherlisten, wenn man sich über Spanien informiert. Wir finden zu Unrecht.

Catagena ist eine schöne, sehr ruhige Hafenstadt mit viel Geschichte. Hannibal startete hier zum Beispiel seinen Feldzug gegen die Römer und im spanischen Bürgerkrieg war es die Stadt, die sich bis zuletzt den Schergen Francos widersetzte.

Das Highlight ist natürlich das römische Theater, was seit 2008 zugänglich ist und aus dem Jahre 1 nach Christus stammen soll. Und ein zweites Amphitheater wird gerade noch ausgegraben, welches sogar noch davor entstanden sein soll. Spannend!

Man kann sehr gemütlich alles zu Fuß erkunden und auch im Hafen, einer der größten Handelshäfen hier unten, gibt es viel zu entdecken. Und allgemein hat die Innenstadt viel an schöner Architektur zu bieten.

Das gepaart mit leckeren Essen und dem Duft des Meeres, machte den Abstecher nach Cartagena zu einem tollen Erlebnis.

Tag 5 – Von Cartagena nach Rodalquilar

An Tag 5 hatten wir nur eine kleine Route von ca. 170 km vor uns, die uns aber in ein spezielles Gebiet führen sollte. Wir fragten nämlich bei spanischen Freunden nach, wo denn die Spanier selbst Urlaub machen würden im eigenen Land, wenn sie etwas Ruhe und Natur genießen möchten?

So bekamen wir den Tipp, in das Naturschutzgebiet Parque Natural del Cabo de Gata-Níjar rund um San Jose & Rodalquilar in der Nähe von Almeria zu fahren. Wenig Touristen und wenn, dann fast nur Spanier. Finkas, die irgendwo im Nichts liegen, so z.b. auch unsere tolle Airbnb-Unterkunft. Verlassene Goldminen und die dazugehörigen Gebäude zum Erforschen. Und eine naturbelassene Küstenlinie in den sonderbarsten Formen.

Hier werden wir 2 Nächte verbringen und haben somit morgen einen vollen Tag zum Erkunden. Der Weg dorthin war schon sehr spektakulär und macht Lust auf mehr, oder?

Auf dem Weg sind uns die extrem leeren Autobahnen aufgefallen und natürlich gibt es außerhalb des Naturschutzgebietes hier in der Gegend auch an vielen Stellen die berühmt berüchtigten Plastikzeltwüsten, wo das Gemüse für den Rest Europas angebaut wird. Das ist wohl leider so.

Tag 6 – Parque Natural del Cabo de Gata-Níjar

Nun hatten wir also an Tag 6 einen vollen Tag nur hier für diese Gegend im Parque Natural del Cabo de Gata-Níjar rund um San Jose & Rodalquilar.

Also los und früh raus, auch wenn es gerade am Morgen noch sehr frisch und auch teils nach Regen aussah. Auf dem Weg zu einem Früstückskäffchen und lecker Teilchen vom Bäcker an der Straße, gab es links und rechts immer wieder interessantes zu sehen.

Und auch danach. Einsam stehende alte Windmühlen, eine (zumindest für unsere Augen) interessante Fauna, verlassene Festungen zwischen dem Meer und den Bergen oder die beeindruckende naturbelassene Felsküste. Es gab sehr viel zu sehen und zwischendrin immer wieder ziemlich große Gebiete, die gänzlich unbewohnt waren.

Zum Glück war das Wetter den Tag die meiste Zeit doch sehr schön, nur kurz unterbrochen von dem ein oder anderen Regenschauer am Morgen und später der ein oder anderen großen Wolke.

Lecker Essen gab es natürlich auch. Frisch gegrillte Dorade direkt am Meer in einem typisch spanischen Familienrestaurant.

Frisch gestärkt konnte dann der Nachmittag kommen, wo wir uns auf die Ruta de la Mineria begaben. Entlang dieser Schotterpiste gab es verlassene Goldminen, z.b. die Minas de oro de Rodalquilar, begehbare alte Tunnel und andere dazugehörige Gebäude zu bestaunen. Solche Lost Places sind ja immer wieder aufs Neue faszinierend und geben ein ganz komisches Gefühl, wenn man dort so rumstöbert.

Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß und machten einige sehr interessante Entdeckungen. Gern hätten wir noch viel mehr Zeit hier verbracht, aber auch dieser Tag ging mal wieder viel zu schnell zu Ende und morgen geht es weiter nach Granada!

Der Parque Natural del Cabo de Gata-Níjar bekommt auf jeden Fall eine Empfehlung von uns und eine Rückkehr irgendwann, dann mit viel mehr Zeit, wäre echt toll.

Tag 7 – Von Rodalquilar nach Granada

An Tag 7 ging es ein klein wenig weg von der Küste und zwar nach Granada. Diesen Abstecher wollten wir unbedingt machen, um die berühmte Alhambra zu sehen.

Der Weg dorthin führte uns zum ersten Mal etwas mehr in die Berge (höchster Punkt war Haza del Lino mit 1.280 Metern), denn wir streiften die Ausläufer der Sierra Nevada, welche dann auch schön als Kulisse ständig am Horizont zu sehen waren. Toll!

Das Wetter in den Bergen ist ja immer so eine Sache, aber zum größten Teil hatten wir echt Glück.

Nach der Ankunft bei unserem Airbnb-Host Rosa, wo es übrigens am nächsten Morgen dann das leckerste Frühstück der gesamten Reise gab (z.b. Orangenscheiben mit Zimt und Olivenöl), machten wir uns gleich auf zur Alhambra, denn die Tickets musste man bereits vorher kaufen und diese sind auch an eine bestimmte Eintrittszeit gebunden. Nervig, weil man einen festen Termin hat, aber auch gut so, weil das die Touristenmassen wenigstens etwas lenkt und limitiert. Bzgl. Alhambra aber gleich noch mehr.

Zum Abend erkundeten wir natürlich noch die niedliche Innenstad von Granada, mit den vielen kleinen Gässchen und Läden, und suchten uns dann etwas abseits vom Trubel ein kleines uriges Lokal und aßen sehr leckere Tapas.

Tag 7 – Die Alhambra

Die Alhambra war eines der (geplanten und erwarteten) Highlights auf unserem Spanien Roadtrip. Die beeindruckende Stadtburg auf dem Sabikah-Hügel in Granada ist seit 1984 Weltkulturerbe und eine der meistbesuchten Touristenattraktion in ganz Europa.

Man benötigt vorab Tickets, die dann auch noch eine Eintrittszeit vorgeben. Also etwas Vorausplanung ist angesagt. Dies ist notwendig, um die Touristenmassen halbwegs in Grenzen zu halten. Und wir können sagen, bis auf wenige Hotspots, gelingt dies auch ganz gut.

Was man hier zu sehen bekommt, ist einfach unbeschreiblich. Das ganze wird noch unglaublicher, wenn man sich vor Augen führt, wie alt das alles ist. Ich werde jetzt hier keine Details beschreiben, dafür gibt es die Fotos und Wikipedia zum Nachlesen.

Auf jeden Fall muss man eine Empfehlung aussprechen und jeder der es kann, sollte einmal die Alhambra besucht haben. Einfach faszinierend!

Tag 8 – Von Granada nach Cordoba

Und weiter geht es nach Cordoba. Wir haben bereits Tag 8 unseres Roadtrips erreicht. Verrückt.

Es gab genau einen Grund, warum wir auch unbedingt hierher wollten. Und dies war und ist die riesige Moschee von Cordoba, oder auch Mezquita-Catedral de Córdoba genannt, also Moschee-Kathedrale von Cordoba, die sich im Stadtkern befindet. Diese weist die Besonderheit auf, dass in die ehemalige Moschee dann später im 16. Jahrhundert ein gotisches Kirchenschiff eingebaut wurde und das Minarett durch einen Glockenturm ersetzt wurde.

Ja so ist das, wenn verschiedene Herrscher mit unterschiedlichen Religionen das Gebiet abwechseln kontrollieren. Aber man sieht auch, dass beides gleichzeitig an einem Ort existieren kann und es heute ein friedlicher Ort der Andacht ist und eher der Verbindung der Religionen dient, als das sonst leider so häufig der Fall ist.

Nebenbei ist die Moschee mit ihren 856 Säulen einer der größten Sakralbauten der Welt und seit 1984 auch Weltkulturerbe. Wenn man drin steht sieht man all die Säulen aber vorn und hinten kein Ende. Faszinierend, so etwas haben wir noch nie gesehen. Das können wir nur weiterempfehlen!

Nach dem Besuch ging es zur in der Nähe gelegenen Casa Santos, wo es laut unserem Airbnb-Host Maria die leckerste Tortilla der Stadt gibt. Und Recht hatte sie, es war extrem lecker!

Ansonsten ist Cordoba ein kleines ruhiges Städtchen, sehr gut geeignet zum Ausspannen. Man kann sehr schön die wundervoll gestalteten und bewachsenen Innenhöfe bewundern und in der Innenstadt durch die schmalen Gassen laufen.

Wir fanden es wunderbar hier!

Tag 9 – Von Cordoba nach Gibraltar

An Tag 9 ging es nochmals durch die wundervollen Berge wieder zurück zur Küste.

Unser Ziel war Gibraltar. Nun gut ein Felsen mit ein paar Affen drauf, denkt vielleicht der ein oder andere.

Mag sein, auch wenn wir die Affen dann gar nicht gesehen haben, weil wir erst nach 16:00 Uhr dort ankamen und die Seilbahn schon geschlossen war. Dumm gelaufen, aber der eigentliche Grund hier zu sein, war die Straße von Gibraltar zu sehen und hoffentlich auch Afrika auf der anderen Seite.

Lustig war, dass man dort ja eine richtige Grenze hat, denn Gibraltar ist natürlich britisches Hoheitsgebiet, inkl. Passkontrolle und direkt hinter dem Kontrollpunkt liegt der Flughafen von Gibraltar. Man läuft dann über die Landebahn und muss warten, falls mal ein Flugzeug landet oder startet. Crazy.

Wir waren also den Nachmittag und Abend in Gibraltar und sind mit dem Bus bis zur absoluten Spitze an der Straße von Gibraltar gefahren. Mal vom sehr starken Wind abgesehen, war das Wetter aber gut und wir konnten tatsächlich Afrika sehen. So faszinierend!

Ja ja Afrika, diese Landkarte ist noch total weiß und eine große Unbekannte für uns. Irgendwann. 😉

Davon ab ist Gibraltar aber nicht sooo interessant und ziemlich teuer. Auch muss man logischerweise mit britischen Pfund bezahlen. So gab es an dem Abend nur etwas zu essen, wo mit Kreditkarte gezahlt werden konnte. Es wurde eine ziemlich teure Pizza bei Pizza Hut 🙂 … Auweia!

Irgendwie fanden wir es schon toll, mal dagewesen zu sein, aber nochmal muss es wahrscheinlich nicht sein.

Tag 10 – Von Gibraltar nach Cádiz

An Tag 10 ging es nach Cádiz. Da dies nur eine relativ kurze Strecke von ca. 150 km ist, nahmen wir noch den Ort Tarifa mit auf dem Weg dorthin.

Das besondere an Tarifa, dort treffen sich der atlantische Ozean und das Mittelmeer und man kann von einem Ort auf der einen Seite das eine und auf der anderen Seite das andere sehen. Faszinierend.

Faszinierend auch, wie unterschiedlich die Farbe des Wassers wirkte und dass das Mittelmeer total ruhig war und es im atlantischen Ozean ordentlich Wellengang gab.

Als wir dann nach Cádiz reinfuhren, waren wir anfangs etwas verwundert, ob der vielen Neubauten dort. Fast wie in Berlin-Marzahn. 😉

Aber unser Ziel war ja die Altstadt, ganz am Ende der Landzunge, und dort war es dann schön gemütlich, wie von uns erhofft.

So schlenderten wir also wieder einmal durch sehr alte und schmale Gassen, über viele kleine und sehr schöne Plätze, schauten uns die Architektur an mit Einflüssen der Römer und der Mauren, aßen lecker Fisch und genossen den Sonnenuntergang am Meer. Toll!

Tag 11 – Von Cádiz nach Sevilla

Und weiter geht es nach Sevilla.

Hier hatten wir dann bereits um die 30 Grad und es war erst Ende Mai. Ich möchte gar nicht wissen, wie heiß es in der Stadt im Sommer wird. 🙂

Da die Stadt doch etwas größer ist, die Sonne ballerte und wir auch irgendwie müde vom vielen Laufen an den Tagen davor waren, nahmen wir uns hier ausnahmsweise mal einen der leider doch recht teuren roten Touri-Busse mit Hop On/Hop Off Möglichkeit. War gar nicht so schlecht die Idee.

So erkundeten wir alle möglichen Attraktionen der Stadt und hatten viel Spaß. Ich glaub aber unser Highlight war der Plaza de España, wo unter anderem auch Szenen aus Star Wars gedreht wurden. Faszinierend!

Fun Fact, in Sevilla aßen wir zum ersten Mal frische Tomaten gemischt mit Thunfisch und Olivenöl. Seitdem ist es ein fester Bestandteil unseres Essensplans geworden. Sooo lecker!

Tag 12 – Von Sevilla nach Faro

Bei sommerlich heißen Temperaturen verabschiedeten wir uns vorerst von Spanien und fuhren von Sevilla in das kleine Städtchen Faro in Portugal.

Auf dem Weg dorthin entdeckten wir eher zufällig einen wunderschönen Friedhof, den wir neugierig erkundeten. Wir lieben Friedhöfe. So ganz anders als in Deutschland oder auch in Polen. Faszinierend!

Der Grenzübergang ist Dank der EU kein Problem. Keine Kontrollen, kein Warten, kein Geld tauschen. Das ist so toll. In dem Moment kann man ruhig mal ein wenig stolz auf diesen Verein sein. 😉

In Faro selbst war die Stimmung etwas durchwachsen. Das lag daran, dass man diesem Ort eindeutig die schlechte wirtschaftliche Lage ansah, in der sich Portugal in Folge der Finanzkrise seit 2009 immer noch befand.

In Spanien war uns dies schon an den vielen Bauruinen aufgefallen, aber hier gesellten sich dann reihenweise geschlossene und mit Brettern zugenagelte Geschäfte dazu. In der Innenstadt war nur noch jedes zweite Geschäft aktiv und kaum Menschen waren unterwegs. Sehr seltsames Gefühl.

Aber trotzdem war es schön und wir fanden auch hier wieder etwas Leckeres zu essen. Immer beobachtet von ziemlich großen Möwen (Sind doch Möwen, oder?), die wohl nur auf die Gelegenheit warteten, uns unser Essen vom Teller zu stibitzen. 😉

Tag 13 – Von Faro nach Lissabon

An Tag 13 ging es dann von Faro weiter die Küste lang nach Lissabon.

Wir hatten leider nicht so viel Zeit, um ständig anzuhalten und die teils sehr schroffe Küste zu bewundern, aber die paar Ecken, die wir gesehen haben, waren mal wieder faszinierend. Die Algarve ist sicher auch ein Ort, wohin man nochmals mit mehr Zeit zurückkehren sollte.

In Lissabon angekommen, mussten wir ein wenig auf unsere Unterkunft warten und suchten uns währenddessen etwas zum Essen. Ein uriges lokales Restaurant direkt um die Ecke, wo wir die kleine Jessica kennenlernten, die uns beim Bestellen half, denn der Wirt verstand uns überhaupt nicht. Sie war so süß und aufgeregt, uns mit ihrem Englisch helfen zu können. Ein tolles Mädchen!

Wir fuhren dann an dem Tag noch in die Innenstadt und schlenderten einmal die Promenade hinunter zum Meer, um den Sonnenuntergang zu genießen. Für die Stadt und deren Attraktionen, blieb uns ja morgen noch genug Zeit zum Erkunden.

Gerade rechtzeitig kamen wir dort an, um noch ein paar Fotos beim letzten Rest des Tageslichts zu machen. Sehr schön und es hatte eine tolle Atmosphäre dort. Toll!

Tag 14 – Kreuz und quer durch Lissabon

An Tag 14 hatten wir nun den gesamten Tag, um die Stadt zu erkunden.

Natürlich ging es zuerst in die Innenstadt und dort auf den „Eisenturm“ Elevador de Santa Justa, um uns einen Überblick zu verschaffen. Ganz schön bergig diese Stadt.

Dann schlenderten wir über den prächtigen Praça do Comércio langsam Richtung des Denkmals Padrão dos Descobrimentos, welches an dem Ort steht, wo im 15. und 16. Jahrhundert die großen Entdecker Portugals in die weite Welt aufbrachen. Von der Plattform dort hat man eine schöne Rundumsicht.

Direkt in der Nähe befindet sich auch noch der sehr interessante Torre de Belémaus und das beeindruckende Kloster Mosteiro dos Jerónimos, beide aus dem 16. Jahrhundert. Wer die Beiden von innen sehen möchte, muss aber etwas Zeit mitbringen. Touris ohne Ende warten auf den Einlass.

Wir lehnen dankend ab und machen uns auf den Weg zurück, um jenseits des Pfades noch die ein oder andere Entdeckung zu machen, den Stadtmusikern zu lauschen und die ein oder andere kleine Köstlichkeit zu naschen, z.b. die wunderbaren Pastéis de Nata.

Am Nachmittag stand dann noch eine Fahrt mit der Straßenbahn auf dem Programm. Wir wollten zum großen Stadtfriedhof Cemitério dos Prazeres, was übersetzt so viel wie Friedhof der Freuden heißt. Oookay. 😀

Wir lieben Friedhöfe und in fast jedem Land haben wir diese auch besucht. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Länder bzw. Kulturen mit dem Tod und dem Begräbnis umgehen. Faszinierend!

Also fuhren wir in einer dieser urigen alten Straßenbahnwagen, was echt ein tolles Erlebnis war, hoch zum Friedhof und spazierten dort einige Zeit durch die kleine stadtähnliche Anlage. Sehr interessant mal wieder.

Auf halben Weg liegt auch die Basílica da Estrela, die wohl schönste Kirche in Lissabon. Sie wird gern von den Touristen übersehen, da sie nicht im Stadtzentrum liegt und man doch etwas laufen oder mit der Straßenbahn fahren muss, um hierher zu gelangen.

Gut für uns, so konnten wir dieses Schmuckstück zum Abschluss unserer Tour noch in Ruhe erkunden. Toll!

Tag 15 – Von Lissabon nach Madrid

An Tag 15 ging es dann zurück nach Spanien und in einem Ritt die 625 km von Lissabon nach Madrid.

Warum wir uns das antaten? Ganz einfach. Das Auto in Spanien abzugeben und von Madrid aus zu fliegen, statt von Lissabon, sparte uns so viel Geld, dass wir den Tag heute und morgen den kompletten Tag in Madrid rein rechnerisch als Bonus for free bekamen. Sparfuchs halt. 🙂

Und Auto zu fahren, ist jetzt auch keine echte Belastung für uns.

Die Fahrt war easy und es gab immer mal wieder abseits der Straße das ein oder andere Interessante zu entdecken. Wir mussten das Auto zwar irgendwann abends abgeben, hatten aber trotzdem keinen Zeitdruck und genossen einfach die Zeit und die Landschaft.

In Madrid selbst schlenderten wir abends noch etwas durch die nähere Umgebung unserer zentral gelegenen Unterkunft, gönnten uns wieder einmal ein leckeres Essen und einen süßen Nachtisch mit dos cafés solo. 😉

Tag 16 – Der Abschluss in Madrid

Nun an Tag 16 sind wir bereits am Ende der Reise angekommen. Noch ein letztes Mal hatten wir einen gesamten Tag und diesen ganz allein für Madrid.

Tagsüber schlenderten wir durch die Stadt hoch zum Königspalast, wo ganz schön viel los war.

Unterwegs gab es hier und da mal wieder das ein oder andere Interessante zu entdecken und die Kirchen, z.b. die Catedral de Santa María la Real de La Almudena oder die wunderschöne Basilica of San Francisco el Grande, waren natürlich beeindruckend wie immer.

Dann waren wir noch am Placa de Toros. Auch wenn wir diese Tradition nicht wirklich gutheißen können, so ist es doch ziemlich faszinierend, diesen uns so fremden Aspekt der spanischen Kultur zu erforschen und zu erfahren.

Am späten Nachmittag trafen wir uns dann mit Fernando, einem Arbeitskollegen, der uns ein wenig seine Nachbarschaft zeigte. So erkundeten wir zum Abschluss noch ein paar sehr interessante lokale Kneipen und lernten sogar am letzten Tag noch einige neue kulinarische Köstlichkeiten kennen. Toll!

Und so verabschieden wir uns aus Spanien und von unserem Roadtrip in 2013. Es war eine sehr schöne Zeit und eine Sache, die wir jedem nur ans Herz legen können.

Just do it!

In diesem Sinne bis zum nächsten Lesen grüßen Ingo & Katarzyna.


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