Sihanoukville und Otres Village & Otres Beach – Unspektakulär

Auszeit , Kambodscha , Sihanoukvile Mrz 14, 2018 No Comments

Otres Beach, Sihanoukville

Nach dem Backpackerparadies Koh Rong Samloem, bezogen wir Quartier in Otres Village am Otres Beach, einem Stadtteil bzw. Vorort von Sihanoukville. Unsere Route führt uns weiter nach Vietnam, jedoch hatten wir noch keine Visa und die Zeit bis dahin, könnte man doch mit Bloggen und Nichtstun am Strand verbringen, oder? Also machten wir das.

Willkommen in Sihanoukville

Dort angekommen, schauten wir uns wieder einmal nach einem TukTuk um. Hier gibt es ganz lustige TukTuk Fahrzeuge. Zum ersten Mal, dass wir diese Art in Kambodscha gesehen haben. Nämlich als Fahrzeug zum Antreiben gilt nicht mehr ein Motorrad oder Roller, sondern ein abgespeckter, halb ausgeschlachteter Daewoo Tico oder Hyundai Matrix mit der Sitzfläche hinten drauf. Das sieht irgendwie ziemlich lustig aus.

 

 

Jedoch ob mit 2 oder 4 Rädern angetrieben, gilt der gleiche Preis für die Fahrt. Aber wir mussten hier, in der schon etwas mehr touristischen Stadt, den Preis ganz schön verhandeln. Nun, wir haben es geschafft von 8,- auf 4,- USD herunterzuhandeln. Deal!

Nach wenigen Minuten waren wir schon in unserer neuen Unterkunft in Sihanoukville, genauer gesagt im Ortsteil Otres Village. Dieses liegt am Meer und unsere Unterkunft ist ca. 400 bis 500 Meter vom Otres Beach entfernt.

Otres Village und Otres Beach

Sehr ruhig und gemütlich ist es hier. Also Strandurlaub und dessen Fortsetzung folgt. Wenige Minuten später, nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, haben wir uns zum Strand begeben und das herrlich warme und wärmende Wasser beim Sonnenuntergang genossen.

 

 

Links, recht, ringsherum die Einheimischen mit. Das war sehr schön unter ihnen zu sein und auch interessant ihnen etwas zuzusehen. Wir haben mal wieder Höflichkeiten, herzliches Lächeln und Winken ausgetauscht. Sie führen ein sehr belebtes und engagiertes Gemeinschaftsleben. Sie kommen mit ganzen Familien (alle Generationen) zum Strand und machen Picknick, manchmal sogar Karaoke. Ein sehr friedliches und geselliges Volk. Ja bei diesen wundervollen Temperaturen würde sich das Leben in Europa höchstwahrscheinlich auch überwiegend draußen abspielen 😉 …

Zum Abend sind wir in die Unterkunft zurückgekehrt und haben dort einheimisches Abendessen gegessen. Die Basis war Reis mit Gemüse. Klingt banal, aber sie können mit Gewürzen sehr geschmackvoll und kreativ umgehen 🙂 … und es gab einmal auch Fisch, das Khmer Nationalgericht Fisch Amok. Amok gibt es entweder mit Fleisch oder Fisch und für uns auch die vegetarische Version 😀 …

Nach dem gelungenen Abend haben wir uns zur späten Stunde mal wieder in die Blogarbeiten und Fotos raussuchen, bearbeiten und einigem mehr gestürzt, sodass uns Mitternacht und Stunden später erwischt hat.

Dafür haben wir uns den nächsten Tag zur Entspannung gegönnt. Und, weil es für uns gefühlte 40 Grad im Schatten herrschten, obwohl das Thermometer „nur“ 29 Grad angezeigt hat, haben wir an dem Tag nicht viele Aktivitäten unternommen.

Vormittag haben wir ein wenig die Gegend in Otres Village erkundet. Wir sind in einer etwas kuriosen, aber auch sehr interessanten Gegend gelandet, wo die ganzen Aussteiger sich hier eine minimalistische Existenz aufgebaut haben. Jeder hat auch irgendein kleinen Business laufen. Sie bauen und führen entweder kleine Hostels, Guesthouse, Bungalows, Restaurants oder Cafés.

 

 

Die Bauwerke sind sehr kreativ, oft in einem sehr originellen Stil und mit einem noch mehr ausgefallenen Namen as like a Joint 😉 … zusammen mit den Einheimischen betreiben sie auch kleine Läden oder auch Stände an den Straßen und machen z. B. einen ganz tollen Smoothie mit Obst und Kokosnusswasser. Super lecker und gesund. Und das für einen schlanken 1,- USD.

Diese Community befindet sich etwas abseits von den Straßen, dem Strandleben und den hochtouristischen Zentren. Sie bilden eine recht homogene und gut harmonierende Gemeinschaft.

Einige von ihnen versuchen auch eine Art von Permakultur zu betreiben. Voll im Chillout und Happy-Hippie-Style 🙂 …

Das war recht interessant zu erleben, wo sich die Aussteiger niedergelassen und ihr neues Zuhause eingerichtet haben.

Den Nachmittag haben wir entspannt am Strand verbracht und mal wieder einen schönen, sanften Sonnenuntergang genossen.

 

 

Und so verging der nächste Tag am Meer.

Wohin geht es als nächstes?

Inzwischen haben wir auch endlich die ersehnte Email vom vietnamesischen Imigration Office bekommen. Unsere eVisa für Vietnam sind da! Ja, die nächste Reise steht an und das nächste Land wartet auf uns. In 2 Tagen geht es für uns nach Vietnam. Ho-Chi-Minh-Stadt (ehem. Saigon) ist unsere erste Station in Vietnam. Jetzt heißt es, Bustickets besorgen, eine Unterkunft buchen und dann kann es losgehen!

Da die Reise recht lange gehen soll, weil über Phnom Penh gute 12 bis 14 Stunden, oder auch länger und wir nicht wissen, wie schnell wir die Grenze passieren werden, entschlossen wir uns diesmal einen Nachtbus mit Liege- bzw. Schlafplätzen zu nehmen. Darauf sind wir schon sehr neugierig.

Wir waren nur 2 Straßen weiter unterwegs, haben direkt Tickets gekauft und 21,- USD pro Person bei Olongpich Transport bezahlt. Wir sollen 19:30 Uhr erstmal nach Phnom Penh fahren. Dort werden wir 2 bis 3 Stunden warten und in einen neuen Bus umsteigen und dann direkt nach Ho-Chi-Minh-Stadt durchfahren. Wir sind schon echt gespannt, wie das alles klappt.

Stromausfall … mal wieder

Nachdem wir in unsere Bleibe zurückgekehrt sind, haben wir erstmal einen kompletten Stromausfall gehabt … mal wieder oder auch endlich 😉 … auf der Insel Koh Rong Samloem hatten wir mindestens einmal am Tag für mehrere Stunden keinen Strom. Man gewöhnt sich dran und zum Glück haben unsere meisten Geräte einen Akku eingebaut 😀 !

Im Licht der vom Gastgeber gut verteilten Kerzen, begaben wir uns aufs Zimmer. Zum Glück haben wir auch 2 LED Stirnlampen* mit. Diese kann man auch zu einer Art Lampe umbauen. Richtig tolle Erfindung.

Den Abend haben wir mit der Arbeit am Blog und den obligatorischen Instagram Fotos ausklingen lassen. Ein Stromausfall kann uns nicht so einfach stoppen 😀 !

Der nächste Tag

Am nächsten Tag haben wir einen langen Spaziergang entlang des Strandes gemacht und dabei einige kleinere Hotelanlagen entdeckt, mit schönen und etwas saubereren Stränden. Das Wasser dort war sehr flach und dadurch sehr heiß, sodass man kaum darin laufen konnte. Aber der Sand war ja noch heißer 😀 … in dieser Gegend hatten wir auch endlich ein wenig das Gefühl, Traumstrände entdeckt und das Meeresparadies betreten zu haben. Das war wirklich sehr schön.

 

 

Der Strand heißt höchstwahrscheinlich (wir hoffen, es ist richtig) Otres Beach 2. Unser Strand müsste der Otres Beach 1 sein oder irgendetwas zwischen 1 und 2.

Auf dem Rückweg haben wir uns für 60 Minuten eine Khmer Massage gegönnt. Direkt am Strand mit Blick aufs Meer, ein Traum. Diese Massage war ja ohne Worte, sehr interessant. Anfangs fühlte ich mich wie bei meinem Orthopäden oder meinem Lieblings Physiotherapeuten, wenn ich zum Einrenken muss 😀 … nach einer Weile hat man schon gespürt, dass man wirklich gut durchgeknetet wird und so einiges locker geworden ist. Der Spaß kostete uns 8,- USD pro Person. Uns geht es immer noch gut, also es war scheinbar alles richtig und die 2 zierlichen Damen haben ihren Job gut gemacht.

 

 

Zum Nachmittag haben wir den Otres Beach in die andere Richtung zum Stadtzentrum hin erkundet, aber diesen Spaziergang haben wir ziemlich schnell abgebrochen und sind mit dem Sonnenuntergang entlang zu unserer Unterkunft zurückgelaufen. Das was wir auf diesem Strand vorgefunden haben, empfinden wir als katastrophaler vermüllter Zustand. Die meisten Touristen und auch Einheimische, schien das nicht gestört zu haben oder sie konnten vielleicht besser ausblenden.

 

 

Wir aber nicht und wir haben uns komplett unwohl gefühlt und hatten keine Lust dort länger zu bleiben. Das ist so traurig, deprimierend und führt zur Verzweiflung. Fragt bitte nicht, was wir dort nicht alles gesehen haben, was auf dem Strand herumliegt oder mitten im Wasser rumschwimmt. Das kann man sich wirklich nicht vorstellen. Uns überkam eine große Hilflosigkeit.

Die Stadt selbst

Zusammenfassend haben wir von Sihanoukville selbst nicht viel gesehen. Die Stadt hat lt. Hörensagen auch nicht viel zu bieten. Hier leben über 90.000 Einwohner und sie ist damit zur fünftgrößten Stadt des Landes geworden. Sihanoukville lebt hauptsächlich vom Tourismus, der eine immer größere und bedeutendere Rolle für die Wirtschaft des Landes einnimmt und vom Hafen, über den ein Großteil des kambodschanischen Imports und Exports gesteuert wird. Das Stadtbild wird von Hotels und Casinos geprägt.

Unser letzter Tag in Otres Village bzw. Sihanoukville verging für uns sehr ruhig, mit Lesen, mit Arbeit an beiden Blogs und mit Warten auf unsere Busabholung. Wir platzierten uns bei unseren Gastgebern im Restaurant und waren fleißig und ließen uns und die anderen nicht stören.

Unser Fazit zu Kambodscha

Unsere schöne, aufregende und sehr interessante Zeit in Kambodscha endet hier. Es ist eine Erfahrung und das Entdecken von etwas Neuem, was man nicht aus Büchern oder Reportagen über das Land und die Menschen lernen kann.

Für uns war alles neu, was wir vorher nicht gekannt oder auch gespürt haben. Dieser Teil der Welt ist für uns eine völlig andere Welt, eine andere Dimension. Wir sind sehr erfüllt, die Reise nach Kambodscha unternommen zu haben und sagen allen lieben Dank für die wundervolle Zeit hier im Khmer Land und euch, liebe Leser einen herzlichen Dank fürs Dabeisein.

In diesem Sinne bis zum nächsten Lesen aus Vietnam grüßen Ingo & Katarzyna.

 

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Katarzyna Lysakowska

"Reisen veredelt den Geist und räumt mit unseren Vorurteilen auf." Oscar Wilde

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